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Virulent

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Keine Angst!   Dies wird kein neuer Blogeintrag oder Post zum Coronavirus. Davon gibt es bereits viele, mit sehr vielen unterschiedlichen Meinungen und Sichtweisen. Es ist meine persönliche Reflexion dieser Tage, aufgrund dessen was ich erlebe und was mir begegnet. Es ist die größte Chance, in mich zu gehen und tief in mein eigenes innerstes Wesen zu blicken.  Dabei entdeckte ich folgende Gedanken, die ich teilen möchte, da sie mich veränderten: 💭 Es ist immer wieder faszinieren für mich, wie unser Verstand gestrickt ist.  Und Angst ist die schlimmste Seuche unserer Tage!  Sie bringt uns dazu nicht mehr aus dem klaren Verstand heraus zu handeln, sondern aus dem Unterbewussten heraus - völlig unreflektiert, ob das Verhalten zielführend ist oder nicht. Nicht agieren sondern reagieren ist dabei das Motto. Das beste Beispiel hierfür ist dieser Tage, die Hysterie, mit der die Menschen Klopapier kaufen. Ich habe dies schon vor Wochen hier in Singapur erlebt. Die Warnstufe...

Die Gretchenfrage - und dann kam Irma

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Hier kommt die Fortsetzung ….. Nach dem Speeddating hatte ich bereits ein klares Gefühl, aber teilte dies meiner Familie noch nicht mit. Sie sollten sich ebenfalls einen eigenen Eindruck verschaffen, damit wir uns dann gemeinsam entscheiden können. Das Ergebnis fiel einstimmig aus. Wir alle entschieden uns für Irma. Sie ist 27 Jahre alt und kommt aus Indonesien. Sie hat ihren Mann und die 2 Söhne zurückgelassen, um in Singapur Geld zu verdienen, dass die Familie ernährt und den Söhnen eine gute schulische Ausbildung ermöglicht.  Da sie seit mehr als 14 Tagen ohne Anstellung war, musste sie zuerst das Land verlassen und mit der Fähre nach Indonesien ausreisen, um von dort aus wieder neu einzureisen, nachdem ihre Arbeitsgenehmigung bewilligt worden war. Dann konnte ich zur Agentur kommen um sie „abzuholen“. Das ist schon sehr sonderbar und ich fühlte mich häufig nicht wohl in meiner Haut. Die Tatsache, dass ihr Pass und all ihre Unterlagen mir ausgehändigt wurden und nicht ...

Die Gretchenfrage

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Eine wichtige Frage die sich jeder stellt, der nach Singapur zieht ist:  Maid (Hausmädchen) ja oder nein?! Aber erstmal für euch zur Info:  In Singapur ist es üblich sich eine Haushaltshilfe zu nehmen, die sich um nahezu alles kümmert. Haushalt, Kinder, Einkaufen, Auto putzen, Müll rausbringen,  Terrasse schrubben, mit dem Hund raus gehen …… Meist sind das Frauen aus Indonesien, Malaysia, Thailand oder den Philippinen. Sie arbeiten fast rund um die Uhr für wenig Geld. Oft haben sie Mann und Kind/er zuhause und ernähren mit ihrem Job die gesamte Familie. Laut Singapurs Gesetzgebung haben sie das Recht auf einen freien Tag in der Woche und alle 2 Jahre 14 Tage Heimurlaub. Sie leben in dem Haus, in dem sie arbeiten. Es ist keine Seltenheit, dass der „Helperroom“ nicht einmal groß genug ist für ein normales Bett. Es gibt in Singapur sogar Firmen, die Betten in Spezialgrößen verkaufen (z.B. Länge 1,60m). Oder der Bombshelter - ein bombensicherer Raum im Keller, der in Singapur...

Erste Tage

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Das gnadenlose Fazit der ersten Tage in Singapur - Part 2 …..und dann war da das leere Haus. Also wenn das Ausmisten, Loslassen, Verkaufen und verschenken nicht schon eine Herausforderung ist - dann auf jeden Fall das Leben in einem leeren Haus. Voller Elan und Tatendrang habe ich noch zuhause einen Koffer mit Luftmatratzen, Bettlaken, Decken und Handtüchern gepackt. Eine Survivaltasche sozusagen.  Leider war die Luftmatratzenfirma etwas sehr optimistisch, als sie die Maße der Luftmatratze mit 80 x 180 angegeben hat. 60 x 160 trifft das ganze wohl eher.  Fazit: Die erste Nacht auf den Luftmatratzen war nahezu nicht auszuhalten. Bei jeder Wendung lag ich auf dem Boden und beförderte meinen Hintern erst mal wieder auf das luftige (um nicht zu sagen - windige) Ding und versuchte es mit einer neuen Runde, um dann am morgen völlig steif und gerädert zu kapitulieren.  Das Ende des Liedes war, dass wir einen Familienausflug zu Ikea (ja, auch die gibt es hier) machten und uns ers...

Erste Tage

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Das gnadenlose Fazit der ersten Tage in Singapur - Part 1 Wir  sind mittlerweile angekommen in der Megacity Singapur und haben nach ein paar Tagen in einem Hotel auf der Orchard Road die hektische und unglaublich volle Einkaufsmeile verlassen, um in unser leeres, neues Heim zu ziehen. Bevor ich darauf eingehe noch ein paar Worte zur Orchard Road. Vorher hatte ich noch nie davon gehört - jetzt weiß ich, das ist für mich der wohl verrückteste Teil Singapurs. Die Einheimischen sind shopping-vernarrt, aber diese Dimension konnte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen. Als Landei, das gerade mal die Arkaden in Erlangen kennt, ist das Reizüberflutung pur. Auf der Orchard Road stehen ca. 30 Arkaden nebeneinander und das ist nur der eine Straßenzug, an anderen Stellen geht das Ganze weiter. Einfach unglaublich! Aber noch unglaublicher - sie sind alle voller Menschen. Besonders zur Weihnachtszeit tummelt sich gefühlt ganz Singapur in der Orchard Road und gibt sich der Freiz...

Loslassen

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Part 1 des Abenteuers Es ist schon eine ganz besondere Situation. Eine in der man alles auf den Prüfstand stellt und sich überlegt, dient mir das oder dient es mir nicht.  Allerdings hatte ich nicht mit einer Dimension wie dieser gerechnet… Aber erst einmal an den Anfang: Meine Familie und ich ziehen für 3 Jahre ins Ausland. Nicht nach Österreich oder Italien - sondern nach Singapur. Die Herausforderung dabei ist unser gesamtes Hab und Gut so zu reduzieren, dass es in einen Schiffscontainer passt.  Wobei wir mitten im Thema wären. Man kann ja viel in Zeitschriften und Büchern lesen über die „Kraft des Loslassens“ oder die „reinigende Wirkung des Loslassens“. Wenn die Situation dann da ist fühlt es sich sowieso ganz eigen an. Mein Mann und ich haben uns darauf geeinigt, alles was wir ein Jahr lang nicht mehr benutzt haben auszusortieren. Also habe ich damit begonnen, jeden Gegenstand einmal in die Hand zu nehmen und mich zu fragen, ob er mir dient. Es war einfach unglaublich wi...

Herzlich Willkommen zu unserem Abenteuer Singapur!

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Nach (gefühlt) ewig langer Zeit, starte ich jetzt mit dem Blog, den ich Familie, Freunden und allen Interessierten versprochen habe. Die letzten Wochen und Monate waren für mich und meine Familie eine große Umstellung.  Das Auflösen unseres Lebensumfeldes zuhause und das Ankommen in der neuen Heimat  - Singapur -   nahm sehr viel Zeit und Energie in Anspruch. Dabei wurde wurde mir wieder einmal klar, wie wichtig es ist sich die Zeit zu nehmen  - um zu tun, zu fühlen, auch mal durchzuhängen und zu verarbeiten.  Jede Situation, egal mit welchem Thema im Hintergrund, fordert unsere gesamte Aufmerksamkeit und Hingabe. Heute lade ich dich ein, ein wenig an unserem Abenteuer teilzuhaben und an dem, was ich und meine Familie während unserer Zeit hier in Singapur erleben. Ich werde über kulturelles, persönliches, philosophisches, aufregendes, trauriges und bewegendes schreiben. Also über das Leben selbst, in all seinen Facetten ;-) An dieser Stelle sei betont, dies ist ...