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Zur Prüfung antreten!

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  Wer hätte gedacht, dass ich mich noch einmal der theoretischen Führerscheinprüfung stellen muss?! Ich jedenfalls nicht! Anfangs hatten wir geplant uns in Singapur ohne Auto zu bewegen. Das öffentliche Verkehrsnetz ist sehr gut. Busse, MRT (U-Bahn), Taxen und private Transportanbieter machen es einfach von A nach B zu kommen. Eine App auf dem Handy - GRAB oder Gojek - bestellt dir in Minuten einen privaten Fahrer der dich dann zu deinem gewünschten Ziel bringt. Diese Anbieter gibt es auch in vielen anderen Ländern, für mich jedoch war dieses System neu. Nachdem dann Corona in Singapur Einzug gehalten hat und die Maßnahmen mit der Zeit immer extreme Ausmaße angenommen haben - im speziellen Fall: wir durften als Familie nicht mehr gemeinsam im Taxi fahren - haben wir uns doch für ein eigenes Auto entschieden.  Der Gebrauchtwagenmarkt ist groß, die Auswahl und die Preise auch. Wieder gibt es "Kompetenzballungszentren" (riesige Tiefgaragen voller Gebrauchtwagen jeder Preisklasse...

Auf den Hund gekommen...

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Es war schon lange der Wunsch meiner Tochter, einen Hund zu haben und sie hat schon viele Hebel in Bewegung gesetzt, uns zu überzeugen. Bisher immer vergebens.   Nach langem Bitten und Argumentieren haben wir uns nun doch entschieden nachzugeben.😊  Bedingt durch die spezielle Situation, nicht reisen zu können und sehr viel mehr Zeit zuhause zu verbringen, hatten wir dann die Voraussetzungen uns um einen Welpen kümmern zu können.  Der Entschluss war gefasst und Lillis Vorfreude war riesengroß.   So haben wir uns umgesehen um dann festzustellen, dass es in Singapur keine Hundezüchter gibt. Hunde werden normalerweise aus den umliegenden Ländern importiert und in sogenannten Petshops verkauft. Diese wurden jedoch alle leer gekauft, da viele Singapuris für ihre Senioren Hunde anschafften, damit sie während des Lockdowns nicht alleine sind.  Dementsprechend groß war die Enttäuschung unserer Tochter. Endlich stimmten wir zu und dann scheitert es an Corona - wie so vie...

Ver-Rückt

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Über dieses Thema zu schreiben ist mir ein Herzensanliegen.  Das Thema kam ganz plötzlich zu mir - als Eingebung könnte man sagen:  „Ein Thema für die gesamte Welt. Darüber sollst du schreiben und reflektieren.“ Denn die ganze Welt ist heute Ver-Rückt! Nichts was wir in der Vergangenheit annahmen, hat noch Bestand.  Hätte ich euch vor Monaten erzählt, dass unsere Kinder nicht mehr in Schulen gehen, und das auf der ganzen Welt…. Hätte ich euch erzählt, dass die gesamte Wirtschaft heruntergefahren wird und nur noch die lebensnotwendigsten Dienste aufrechterhalten werden…. Hätte ich euch gesagt, dass kein einziges Flugzeug mehr am Himmel zu sehen sein wird, und das weltweit…. Hättest ich euch erzählt, dass es nicht möglich sein wird deine Großeltern im Nachbarhaus zu besuchen…. …du hättest mich für Ver-Rückt erklärt. Aber was bedeutet es eigentlich - Ver-Rückt? Woraus sind wir Ver-Rückt worden? Wir sind heraus gerückt aus einer Normalität die eine Gruppe Menschen als d...

Virulent

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Keine Angst!   Dies wird kein neuer Blogeintrag oder Post zum Coronavirus. Davon gibt es bereits viele, mit sehr vielen unterschiedlichen Meinungen und Sichtweisen. Es ist meine persönliche Reflexion dieser Tage, aufgrund dessen was ich erlebe und was mir begegnet. Es ist die größte Chance, in mich zu gehen und tief in mein eigenes innerstes Wesen zu blicken.  Dabei entdeckte ich folgende Gedanken, die ich teilen möchte, da sie mich veränderten: 💭 Es ist immer wieder faszinieren für mich, wie unser Verstand gestrickt ist.  Und Angst ist die schlimmste Seuche unserer Tage!  Sie bringt uns dazu nicht mehr aus dem klaren Verstand heraus zu handeln, sondern aus dem Unterbewussten heraus - völlig unreflektiert, ob das Verhalten zielführend ist oder nicht. Nicht agieren sondern reagieren ist dabei das Motto. Das beste Beispiel hierfür ist dieser Tage, die Hysterie, mit der die Menschen Klopapier kaufen. Ich habe dies schon vor Wochen hier in Singapur erlebt. Die Warnstufe...

Die Gretchenfrage - und dann kam Irma

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Hier kommt die Fortsetzung ….. Nach dem Speeddating hatte ich bereits ein klares Gefühl, aber teilte dies meiner Familie noch nicht mit. Sie sollten sich ebenfalls einen eigenen Eindruck verschaffen, damit wir uns dann gemeinsam entscheiden können. Das Ergebnis fiel einstimmig aus. Wir alle entschieden uns für Irma. Sie ist 27 Jahre alt und kommt aus Indonesien. Sie hat ihren Mann und die 2 Söhne zurückgelassen, um in Singapur Geld zu verdienen, dass die Familie ernährt und den Söhnen eine gute schulische Ausbildung ermöglicht.  Da sie seit mehr als 14 Tagen ohne Anstellung war, musste sie zuerst das Land verlassen und mit der Fähre nach Indonesien ausreisen, um von dort aus wieder neu einzureisen, nachdem ihre Arbeitsgenehmigung bewilligt worden war. Dann konnte ich zur Agentur kommen um sie „abzuholen“. Das ist schon sehr sonderbar und ich fühlte mich häufig nicht wohl in meiner Haut. Die Tatsache, dass ihr Pass und all ihre Unterlagen mir ausgehändigt wurden und nicht ...

Die Gretchenfrage

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Eine wichtige Frage die sich jeder stellt, der nach Singapur zieht ist:  Maid (Hausmädchen) ja oder nein?! Aber erstmal für euch zur Info:  In Singapur ist es üblich sich eine Haushaltshilfe zu nehmen, die sich um nahezu alles kümmert. Haushalt, Kinder, Einkaufen, Auto putzen, Müll rausbringen,  Terrasse schrubben, mit dem Hund raus gehen …… Meist sind das Frauen aus Indonesien, Malaysia, Thailand oder den Philippinen. Sie arbeiten fast rund um die Uhr für wenig Geld. Oft haben sie Mann und Kind/er zuhause und ernähren mit ihrem Job die gesamte Familie. Laut Singapurs Gesetzgebung haben sie das Recht auf einen freien Tag in der Woche und alle 2 Jahre 14 Tage Heimurlaub. Sie leben in dem Haus, in dem sie arbeiten. Es ist keine Seltenheit, dass der „Helperroom“ nicht einmal groß genug ist für ein normales Bett. Es gibt in Singapur sogar Firmen, die Betten in Spezialgrößen verkaufen (z.B. Länge 1,60m). Oder der Bombshelter - ein bombensicherer Raum im Keller, der in Singapur...

Erste Tage

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Das gnadenlose Fazit der ersten Tage in Singapur - Part 2 …..und dann war da das leere Haus. Also wenn das Ausmisten, Loslassen, Verkaufen und verschenken nicht schon eine Herausforderung ist - dann auf jeden Fall das Leben in einem leeren Haus. Voller Elan und Tatendrang habe ich noch zuhause einen Koffer mit Luftmatratzen, Bettlaken, Decken und Handtüchern gepackt. Eine Survivaltasche sozusagen.  Leider war die Luftmatratzenfirma etwas sehr optimistisch, als sie die Maße der Luftmatratze mit 80 x 180 angegeben hat. 60 x 160 trifft das ganze wohl eher.  Fazit: Die erste Nacht auf den Luftmatratzen war nahezu nicht auszuhalten. Bei jeder Wendung lag ich auf dem Boden und beförderte meinen Hintern erst mal wieder auf das luftige (um nicht zu sagen - windige) Ding und versuchte es mit einer neuen Runde, um dann am morgen völlig steif und gerädert zu kapitulieren.  Das Ende des Liedes war, dass wir einen Familienausflug zu Ikea (ja, auch die gibt es hier) machten und uns ers...